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Auf den folgenden Seiten, wird ausführlich auf das Thema "Hilfe" eingegangen werden. Hier wollen wir Aussenstehenden erläutern, wie sie Menschen, die Opfer sexueller Übergriffe geworden sind, helfen können. Eine der häufigsten Fragen von Bekannten, Verwandten und Freunde nach einer Vergewaltigung ist, wie sie dem Opfer helfen können. Beachten sollte man bei der Hilfestellung, dass man sehr viel Zeit und Geduld mitbringen sollte. Häufig schweigen Opfer sexueller Gewalt über Jahre hinweg, wenn nicht sogar ihr ganzes Leben lang. Viele Opfer wurden schon in ihrer Kindheit missbraucht. Dies' erschwert natürlich die Hilfestellung. Die Reaktion der Opfer sind sehr unterschiedlich. Folgende Verhaltensweisen wurden aber oft nach einem sexuellen Übergriff festgestellt:

  • Die Opfer sind traurig, zurückgezogen, isoliert.
  • Die Opfer verletzten sich selbst und andere.
  • Die Opfer sind wütend/aggressiv.
  • Die Opfer haben häufig körperliche Beschwerden, deren Ursachen nicht zu erklären sind.
  • Die Opfer flüchten sich in Phantasiewelten, wirken häufig abwesend.
  • Die Opfer lassen sich ihre Verletzungen nicht anmerken, niemand vermutet, dass es im Leben dieses Menschen Sexuellen Missbrauch gegeben hat.

Bei dieser Aufzählung möchten wir darauf hinweisen, dass Frauen anders reagieren als Männer. Wichtig ist, dass wir darauf reagieren, wenn Sexueller Missbrauch ausgeübt wird, damit

  • ...Betroffene das Gefühl haben, ihnen wird geglaubt.
  • ...der Sexuelle Missbrauch aufhört.
  • ...den Opfern geholfen werden kann.
  • ...die Opfer geschützt werden können.
  • ...Täter sich nicht neue Opfer suchen können.
  • ...durch das Öffentlichmachen ein größeres Bewusstsein für Sexuellen Missbrauch entsteht.
  • ...durch Präventionsmaßnahmen, andere Menschen geschützt werden können.

Sexueller Missbrauch kann eine ganze Vielzahl von Folgenschäden verursachen. Viele Betroffene bleiben meist Ihr Leben lang durch die Missbraucherfahrungen geprägt und sind nicht mehr in der Lage ein normales Leben zu führen. Schädigungen sind nach Einschätzung der meisten Experten umso schwerwiegender

  • je größer der Altersunterschied ist.
  • je größer die verwandtschaftliche Nähe ist.
  • Je länger der Missbrauch andauert.
  • Je jünger die Person bei Beginn des Missbrauchs war.
  • Je mehr Gewalt angedroht oder angewendet wird.
  • Je vollständiger die Geheimhaltung.
  • Je weniger schützende Vertrauensbeziehungen bestehen.

Folgende "Nachwirkungen" kann eine Vergewaltigung oder ein Missbrauch auf das Leben eines Menschen mit sich bringen:

  • Störung der Sexualität und Probleme in einer Partnerschaft
  • Störung der Wahrnehmung eigener Gefühle
  • Gefühle wie Wertlosigkeit, Schuld, Wut usw.
  • Ablehnung des eigenen Körpers (destruktives Verhalten, Selbstmordversuche usw.)
  • Störung der Sexualfunktionen
  • Emotionaler Rückzug und soziale Isolation, Misstrauen, Depressionen
  • Alkohol - und Drogenmissbrauch
  • Angstzustände
  • Alpträume, angstmachende Tagträume
  • Schlafstörungen
  • Essstörungen
  • Psychosomatische Beschwerden (vor allem Haut -und Magenerkrankungen)
  • Prostitution

Obwohl die genannten "Nachwirkungen" nicht nur infolge von Sexuellem Missbrauch entstehen können, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Missbrauchopfer unter einem oder mehreren dieser Symptomen leiden, deutlich höher, als bei Menschen, bei denen keine sexuellen Übergriffe stattgefunden haben.


 

 


  
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